Die Presse reviews Leif Ove Andsnes’ Vienna recital

“Am Ende, bei Chopins g-Moll-Ballade und (als Zugabe) As-Dur-Ballade, zeigte der 47-jährige Pianist, dass er es selbst mit Chopin-Spezialisten aufnehmen kann: So locker, virtuos und kantabel hätte man sich auch das übrige Programm seines Recitals gewünscht. Begonnen hatte es ja vielversprechend, aber auch ungewöhnlich. Welcher Pianist wagt es schon, eine Sibelius-Auswahl an den Anfang zu setzen? Aber wer, wenn nicht der bedeutendste norwegische Pianist der Gegenwart, sollte sich solches trauen?

“Zumal diese Stücke nicht leicht darzustellen sind. Man muss schon mit Sibelius’ Stil und dem norwegischen Lebensgefühl besonders vertraut sein, um ihrem Idiom nahezukommen. Für Andsnes offenbar kein Problem. So selbstverständlich spürte er den Stimmungen seiner abwechslungsreichen Auswahl aus mehreren Zyklen nach, hob deren eigentümliche Lyrik hervor, präsentierte ihre virtuosen Ausbrüche brillant.”

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Source: Die Presse

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