Klassik Begeistert reviews Leif Ove Andsnes performance of the Britten Piano Concerto with the Vienna Symphony Orchestra and Jacob Hrusa

“Der aus Großbritannien stammende Britten vollendete sein viersätziges Klavierkonzert im Jahre 1938. Durchwegs virtuos veranschaulicht Britten die Möglichkeiten des Klaviers in Bezug auf Tonumfang und variantenreiche Spieltechniken. Die Gefahr einer halbstündigen pianistischen Selbstprofilierung war aber schnell aus dem Weg geräumt, Kreativität und Leichtigkeit regten immer wieder zum erneuten Hinhören an.

“Die vorantreibende Rhythmik des ersten Satzes meisterte Andsnes beinahe spielerisch. Mit dem zweiten Satz war er ebenso in seinem Element. Auch aus spitzem Winkel sah man, wie er mit seinen Händen nur so über der Klaviatur schwebte. Das Werk schien Andsnes wie auf den Leib geschneidert.

“Unromantisch, ein wenig oberflächlich, aber mit Geist, Witz und Hirn, so könnte man Brittens Klavierkonzert beschreiben. Denn die Periode der tiefen emotionalen Befangenheit, die Zeit der Romantik, war zu Brittens Lebzeiten bereits vorüber. An dessen Stelle trat das Instrumentale, die Freude an der Musik und am Handwerk des Komponierens.

“Im dritten Satz übernahm nun auch das Orchester eine wichtigere Rolle – es präsentierte das Hauptthema, bestehend aus kleinen und übermäßigen Sekunden.”

 

 

Source: Klassik Begeistert

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